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Abschluss des dreitägigen Sommerfestes
Das Volk von Spexard hat seinen „König der Heimat“ zu einem tollen Regierungsauftakt verholfen. Zum Abschluss des dreitägigen Sommerfestes stand das neue Königspaar Werner und Anni Stüker im Mittelpunkt der St. Hubertus Schützenbruderschaft.
„Aller Anfang ist leicht, durchhalten ist schwerer,“ lautet das Jahresmotto für die neuen Regenten und der schmucken Throngesellschaft. „Das Leiden hat jetzt endlich ein Ende und der Fluch, nur ein Königsmachers zu sein, ist vorbei“, sagte der stellvertretende Brudermeister Maik Hollenhorst bei seiner Ansprache während der Parade auf dem Schulhof der Josefschule. Wie kein anderer hatte Werner Stüker fast ein Jahrzehnt versucht den Vogel abzuschießen. Am Samstag hatte er es endlich geschafft.
Nach der Übernahme der Regentschaft in den frühen Morgenstunden des Sonntags stand der Kirchgang an. Der Präses Michael Karsten hielt die Schützenmesse zum letzten Mal, weil er Spexard im September verlässt, und gab noch einen „Klaren“ aus. Die Schützen gedachten ihrer Verstorbenen am Ehrenmal mit einem Kranz und einer innigen Ansprache von Kompanieführer Josef Thiesbrummel. Der große Festumzug vom Spexarder Krug zum Festplatz wurde von einem Schwadron des Reitervereins Sundern-Spexard angeführt. Die Schützenbrüder Frank Tannheiser und Matthias Stange begleiteten den Zug zu Pferd und ließen eine Tradition aus der Vorkriegzeit aufleben. Damals begleitete eine berittene Abteilung die Festumzüge.
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| Der Spexarder Schützenthron: Burkhard und Magdalene Willmann, Wolfgang Rothberger und Hedwiges Ortmeyer-Rothberger, Josef und Karola Cordfulland, König Werner Stüker, Königin Anni Stüker, Thronadjutant Markus Hecker, Hanka und Siegfried Rautenberg, Marita und Josef Hollenhorst und Brigitte und Christoph Stükerjürgen (v.l.). |
Das silberne Verdienstkreuz des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften erhielten Anja Kahlert geborene Westhoff und Martin Thiesbrummel für ihre langjährigen Tätigkeiten in der Bruderschaft und im Sportschützenverein. Der Bäckermeister Martin Thiesbrummel war bereits Schützenkönig und ist der Fahnenführer der „Hüttenbrink-Fahne“. Die Damenschießleiterin Anja Kahlert ist seit 25 Jahren Vereinsmitglied und ist die erfolgreichste Schützen die Spexard hat. Sie hat Kreisrekorde aufgestellt und an Deutschen Meisterschaften teilgenommen.
Die Jubiläumsorden für langjährige Mitgliedschaft wurden am Sonntag ausgehändigt. Seit 40 Jahren ist Hans-Dieter Bröckelmann dabei. Seit 50 Jahren stehen Edmund Ameling, Ewald Blomberg, Hubert Diermann, Heinz Drücker (Verler Straße), Hermann Feuerborn, Norbert Keinelanghorst, Gerd Lange, Herbert Schumacher, Heinz Ströer, Bernhard Weßling und Willi Weweler für die Ideale Glaube, Sitte und Heimat ein. Vor 60 Jahre traten Paul Becker, Heinrich Bohn, Lorenz Kaupenjohann und Johannes Kötter der Bruderschaft bei.
Werner Stüker – König der Heimat
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| Das neue Königspaar Werner und Anni Stüker nach dem Vogelschießen. |
Endlich! Nach gefühlten zehn Anläufen ist Werner Stüker (53) seit Samstag der glücklichste Bürger von Spexard. Der Vorsitzende des Heimatvereins ist nämlich der neue Schützenkönig der 850 St. Hubertus Schützen und hat sich einen großen und langersehnten Wunsch erfüllt. An der Seite des technischen Kaufmanns regiert seine Frau Anni (52) geborene Hollenhorst.
Vom Königsmacher zur Majestät: Dank seiner guten Schussqualitäten hat er seinen Vorgängern so oft den Vogel locker geschossen und stand zuletzt vor einem Jahr als begossener Pudel an der Vogelstange, als er zum fünften Mal in Folge den vorletzten Schuss abgab. Dass hat jetzt alles ein Ende: Als Werner IV übt er die Amtsgeschäfte von seiner Residenz an der Bruder-Konrad-Straße 45 aus. Seine Frau regiert als Anni die VI. Wie kein anderer hat Werner Stüker in den vergangenen 25 Jahren die Heimatarbeit in Spexard vorangetrieben. Vor 21 Jahren gründete der vierfache Familienvater den Heimatverein mit und ist seitdem der Vorsitzende. Das große Ortsjubiläum von 1988 trägt die Handschrift Stükers, der auch die Umsetzung des historischen Bauernhauses 1994 mitgestaltete.
Mit dem 149. Schuss machte Werner Stüker um 18.24 Uhr seinen Königsschuss. „Werner, dass ist dein Vogel“, hatte Johannes Hollenhorst, der Moderator des Vogelschießens und Bruder der neuen Königin, die letzten Mitbewerber um die höchste Würde der Bruderschaft von der Stange vertrieben. Die letzten 20 Schuss der schweren Munition gehörten Werner Stüker. Bis dahin hatten Thorsten Vaupel die Krone (42. Schuss), Gregor Siemer jun. den Apfel (61. Schuss) und Ralf Beckervordersandforth das Zepter (67. Schuss) geschossen. Die Flügel trennten die Ex-Könige Martin Thiesbrummel und Norbert Brinkrolf vom Korpus des Adlers. An den hohen Thron berief das neue Herscherpaar den Mundschenk Markus Hecker. Die Amtsgeschäfte unterstützen Christoph und Brigitte Stükerjürgen, Josef und Marita Hollenhorst, Josef und Karola Cordfulland, Burkhard und Magdalene Willmann, Siegfried und Hanka Rautenberg und Hedwiges „Hedi“ Ortmeyer-Rothberger und Wolfgang Rothberger.
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| Das neue Jungschützenkönigspaar: Steffen Westerbarkei und Selen Gökdemir. |
Die Jungschützen ermittelten bereits am Freitag ihren neuen König. Der Auszubildende zum Landschaftsgärtner Steffen Westerbarkei (18) entschied das spannende Vogelschießen mit dem 174. Schuss zu seinen Gunsten. An der Seite des Jungjägers und erfolgreichen Laufentenzüchters, der mit gezielten Schüssen an der Vogelstange nicht geizte, regiert Selen Gökdemir (16) aus Neuenkirchen. Die Insignien raubten Mattis Spexard (Krone), Henry Großegesse (Apfel) und Fabian Lakamp (Zepter) dem zähen Holzvogel. Die Regierungsgeschäfte unterstützen der Thronadjutant Niklas Brüggemann und die Paare Alexander Hark und Theresa Hansmersmann, Felix Nolting und Miriam Laue, Loreen Gieseker und Roland Leimann und Chris Markmann und Tina Vorbeck.
Die höchste eigene Auszeichnung der Spexarder Schützen ist der hohe Bruderschaftsorden. Gleich drei Mitglieder, die wie keine anderen die Ideale Glaube, Sitte und Heimat verkörpern, durften sich darüber freuen. Der langjährige Schriftführer Karl-Heinz Appelhans, der seit 1954 begeisterter Schütze ist, bekam den Orden mit Gregor Siemer sen. und Hans Kleinegesse an den Schützenrock angeheftet. Den Jungendverdienstorden des Bezirksverbandes Wiedenbrück erhielt der im Frühjahr als Jungschützenmeister ausgeschiedene Jan Hollenhorst.
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